
Erfolgskritische Faktoren – für eine Transformation
Der Erfolg einer Veränderung hängt von der Akzeptanz der MitarbeiterInnen ab. Dabei ist wichtig zu beachten, dass Beschäftigte, aufgrund ihrer Verschiedenheit, unterschiedliche Bedürfnisse haben. Die Älteren unter ihnen brauchen z. B. mehr Zeit, um beispielsweise neue Programme zu lernen, sich an sie zu gewöhnen und sie in ihren Arbeitsalltag erfolgreich zu integrieren. Ganz anders wiederum sind die Digital Natives, die beispielsweise neue Programme schneller beherrschen.

Für eine erfolgreiche Transformation sollte sich eine Organisation daher an den langsamer adaptierenden MitarbeiterInnen orientieren, um das Veränderungs-Tempo bestimmen zu können. Ebenso sollten sie nicht zwischen „Digital-Experten“ und „Nicht-Digital-Experten“ unterscheiden, da dies das Betriebsklima trüben kann.
Finden die Bedürfnisse von MitarbeiterInnen keine Beachtung, kann es passieren, dass unter den Stammbeschäftigten Angst ausgelöst wird. Eine Organisation muss versuchen, diese MitarbeiterInnen zu behalten, indem z. B. die neuen Technologien vermittelt werden.
Für eine erfolgreiche Veränderung sind Bewusstsein und Akzeptanz bezüglich jener Veränderung unabdingbar.
Erfolgskritische Faktoren – für eine Transformation
Typische Fehler, die eine Transformation behindern – Beispiel Digitalisierungsprozess
Obwohl die digitale Transformation durch neue Technologien sowie die rasch wechselnden Kundenbedürfnisse und Märkte vorangetrieben wird, sieht der Prozess der Veränderung darauf in jeder Organisation anders aus. Sind keine eindeutigen Ziele in Form einer Vision formuliert, die außerdem an die eigene Unternehmenskultur sowie -ziele anknüpfen und als Mission abgefasst sowie anhand bestimmter Kriterien messbar sind, kann eine echte Transformation erfolgreich verhindert werden. Ebenso ist es fatal, keine kurzfristigen Zwischenziele zu ermöglichen, die die Motivation der Beschäftigten für die Veränderung nachhaltig fördern.
Keine Anerkennung für eine Veränderung: Jahresumsatzziele sind keine wirklichen Anreize für einen echten Wandel. Stattdessen sollten Ziele des Change-Prozesses, wie schnellere Produktionsprozesse, erstens in einem Vertrag klar formuliert sein sowie zweitens deren Erreichen belohnt werden – am besten über Teams hinaus. Ebenso sollten Weiterbildungsbesuche belohnt werden (z. B. mit einem Bonus).
Sind alle Ressourcen an das aktuelle Geschäftsmodell gebunden und keine für die von der Führungskraft angekündigte Veränderung frei, wird eine Veränderung wohl kaum passieren. Eine gute Taktik ist, MitarbeiterInnen zu ernennen, die den Change-Prozess leiten und transparent vorantreiben.
Wenn nur ein Team für längere Zeit an einer Innovationsidee arbeitet oder ein neues digitales Tool ausprobiert, fühlen sich die anderen, ebenfalls vom Wandel Betroffenen, vom Change-Prozess ausgeschlossen und betrachten die neue Errungenschaft sowie das dazugehörige Vorgehen kritisch. Dem entgegen wirkt ein hohes Maß an Transparenz und eine veröffentlichte Aufstellung, wie z. B. die Einführung eines Tools von 1 bis 2 Teams auf den Rest, der vom Wandel Betroffenen, übertragen werden kann und die Innovationsteams schließlich wieder eingegliedert werden können.
Die Firma bleibt in sich geschlossen: Die digitale Transformation ist ein komplexer und zeitaufwendiger Prozess, der Kooperationen und Partnerschaften verlangt. Allein ist es schwierig mit den schnellen Marktveränderungen umzugehen. Arbeitsteilung kann hierbei zum gewünschten Erfolg führen, z. B. in der Forschung und Entwicklung, wo durch das Nutzen einer gemeinsamen technischen Plattform Wissen verbreitet und innoviert oder bspw. bei Unternehmenskooperationen die Kommunikation verbessert werden kann. Gute Stakeholder-Beziehungen und ein unterstützendes Netzwerk fördern einen erfolgreichen Change, da dort Personen vertreten sind, die bereits Erfahrungen mit Change-Prozessen gemacht haben und dementsprechend beratend tätig sein können.
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