
Feststellen der Oberflächenart
Es ist wichtig, die Bodenart bzw. Oberfläche zu kennen, um sie richtig zu reinigen und die passenden Produkte dafür zu verwenden.
Im Normalfall weiß der Eigentümer des Gebäudes, welcher Boden wo verlegt wurde.
Ein Produktdatenblatt des Herstellers gibt ebenfalls Auskunft zu den möglichen Reinigungsverfahren und deren Methoden.

Liegt Ihnen weder ein Produktdatenblatt vor, noch weiß der Eigentümer, um welche Bodenart es sich handelt, sollten Sie Methoden zum Erkennen der Bodenarten kennen.
Nadelprobe
Die Nadelprobe kommt bei der Einschätzung elastischer Böden zum Einsatz. Hierbei wird zunächst eine Nadel oder eine aufgebogene Büroklammer erhitzt und dann in einen unauffälligen Bereich des Bodens gestochen. Je nachdem, wie das Bodenmaterial reagiert, kann auf die elastische Bodenart geschlossen werden.


1.Schritt: Erhitzen von metallenem Gegenstand, ohne Kunstoffbeschichtung


2. Schritt: Einstechen und langsam herausziehen (hier: Linoleum)

Aussehen: Verkohlte Stelle ohne Krater
Geruch: nach Holz und/oder verbranntem Leinöl
Detailinfos zum Aussehen und Geruch je elastischer Bodenart nach Nadelprobe erhalten Sie im Kapitel Elasitsche Böden.
Brennprobe
Die Brennprobe kommt bei der Einschätzung textiler Beläge zum Einsatz. Hierbei testet man an einer Stelle des Belags mit einem Feuer. Je nachdem, ob es sich um pflanzliche, tierische oder synthetische Fasern handelt, ist ein einschlägiges Aussehen sowie Geruch wahrnehmbar (nähere Details hierzu erhalten Sie im Kaptiel Textile Beläge). Zu textilen Belägen gehören beispielsweise Teppichböden, Läufer und Teppiche.


Entzünden einer unauffälligen Stelle am Belag
Nadelritzprobe
Da Holz in verschiedene Härten eingeteilt werden kann, wird mit der Nadelritzprobe getestet, wie weich das Holz ist. Dabei wird mit einer Nadel an einer unauffälligen Stelle in das Holz geritzt. Die Kratzer im Holz lassen auf die Holzart schließen. Nähere Infos hierzu erhalten Sie im Kapitel Holz.

Mit der Nadel über das Holz ritzen.
Optische Sichtung

Optische Sichtung wird zB bei Metallen angewandt. Nähere Infos hierzu erhalten Sie im Kapitel Metalle.
Säureprobe
Um zu erkennen, um welche Art Stein es sich handelt, kann die Säureprobe (Calciumcarbonat) vorgenommen werden. Dazu wird der Stein an einer unauffälligen Stelle mit einem säurehaltigen Reiniger benetzt. Ist ein Aufschäumen erkennbar, handelt es sich um einen kalkhaltigen und damit säureempfindlichen Stein. Der Stein wird matt und rau. Bei polierten Oberflächen ist ebenfalls Vorsicht geboten, denn durch die Säureprobe können sie matt werden. Detailinfos zur Säureprobe erhalten Sie im Kapitel Stein.
Harter Naturstein
Bsp. Granit - keine Aufschäumung

Weicher Naturstein
Bsp. Marmor - Aufschäumung

Wasserprobe
Keramik kann über die Menge der Wasseraufnahme bestimmt werden.

Geben Sie auf die Rückseite der Keramikoberfläche einen Wassertropfen und beobachten dabei wie viel Wasser aufgenommen wird. Nach der Wasseraufnahme unterscheiden wir zwischen Steingut, Steinzeug und Feinsteinzeug. Nähere Infos hierzu finden Sie im Kapitel Keramik.
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